Geschichte des Wohnheims

Das Wohnheim im Jahr 1932 Das heutige Wohnheim "Thomas Müntzer" wurde 1907 im oberen Hasserode (heute ein Stadtteil von Wernigerode) vom Stahlindustriellen Krupp erbaut. Dieser errichtete damit ein Erholungsheim für seine Arbeiter und Angestellten. Später erlernten hier höhergestellte Damen die Hauswirtschaft. Mit dem Namen "Margaretenhof" wurde es ein Damenstift. Wie viele andere Gebäude wurde das Haus in den Kriegsjahren als Lazarett für Kranke und Verwundete genutzt.

FDGB-Ferienheim Mit der Teilung Deutschlands nach Kriegsende war das Haus von 1947 - 1964 ein FDGB-Ferienheim. Mit dem Mauerbau wurden auf Grund politischer Interessen die Bewohner eines Altenheimes aus dem Grenzort Öbisfelde hierher verlegt. Seitdem wurden in dieser Einrichtung ältere und behinderte Menschen betreut. Träger war der Rat der Stadt Wernigerode mit dem Verbund der städtischen Pflegeeinrichtungen.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands entstand aus dem Verbund eine GmbH. Im Jahre 1993 wurde die GSW gegründet, das Thomas-Müntzer-Heim war zunächst ein Altenpflegeheim. Im Zuge der Enthospitalisierung zogen Bewohner unserer Region ein, die vorher in den Landeskrankenhäusern untergebracht waren.

Aktuelle Aufnahme vom Sommer 2003 In einem mehrjährigen Umstrukturierungsprozeß ist aus dem Altenheim ein Wohnheim für 40 seelisch Behinderte und 3 Plätze für Wohntraining entstanden. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Sachsen-Anhalt bestätigte im Herbst 1995 die Aufnahme der Einrichtung in die Landesplanung. Die dringend notwendige baulische Rekonstruktion des Hauses ist nun abgeschlossen. Dem Wohnheim angegliedert ist das ambulante Betreute Wohnen.